Volker Beyer - Ironman Arizona Finisher
Radbiometrie: Volker Beyer zu Gast bei CycleFit.de
Der frisch gebackene RSC-Vereinsmeister im Triathlon hat noch großes vor in dieser Saison. Um wirklich alles aus sich und seinem Rad herausholen zu können, stand am 30. September ein Besuch beim "bikefitter" auf dem Programm. von Volker Beyer
Aufgrund der positiven Erfahrungen von Sascha (Danz, Accu Chek-Team Kollege, Anm. d. Red.) und ein wenig Recherche kam für mich nur „CycleFit.de“ in Bensheim in Frage. Dort wird auch das Commerzbank- Triathlon-Team (mit Mathias Hecht und Jan Raphael) betreut. Kürzlich wurde außerdem eine Zusammenarbeit mit dem Pro-Tour-Team Columbia beschlossen. Es handelt sich also um Profis auf dem Gebiet. Genau das wollte ich.
Zuerst haben wir gewisse Parameter und Ziele abgesteckt, die ich habe. Lloyd (Thomas, Inhaber von CycleFit.de, Anm. d. Red.) schilderte mir dann, was er mit mir vor hat. Dann wurde die Dehnfähigkeit und Flexibilität meiner Muskeln ermittelt. Das sind die Ausgangspunkte für die richtige Position auf meinem Bike. Lloyd hat dann die Platten meiner Schuhe neu positioniert und kleine Erhöhungen darunter gebaut. Dann ging es endlich aufs Rad - bis dahin war allerdings schon über eine Stunde vergangen. Mein Rad wurde in der Zwischenzeit von Britta (Thomas, Inhaber von CycleFit.de, Anm. d. Red.) auf einem Podest in eine Rolle eingespannt und die Videokameras entsprechend ausgerichtet. Ich saß also nun und strampelte in der Position, wie sie eingestellt war. Das Ergebnis nach Analyse der ersten Session war, dass ich zu tief mit dem Oberkörper bin. Von Session zu Session wurde der Lenker immer weiter nach oben gestellt. Für mich war das erstmal ein Schock. Ich hatte in der vierten Session fast das Gefühl aufrecht zu sitzen. Dass dies ein Trugschluss war, wurde mir anhand der Auswertung eindeutig gezeigt. Ich saß nun wesentlich entspannter auf dem Rad und die Aerodynamik hatte sich so gut wie nicht verändert. Der Sattel wurde dann noch etwas begradigt und meine finale Position war erreicht. Nun ging es ans Feintuning des Trittes. Lloyd stellte fest, dass mein Knie nicht gerade bleibt sondern bei jeder Tretbewegung seitlich ausbricht. Die Kraft, die oben investiert wird, kann so nicht unten am Pedal ankommen. Ich bin einfach langsamer und fahre ineffizienter. Um dem entgegen zu wirken, legte er mir ein paar Einlegesohlen in meine Schuhe und ließ mich erneut pedalieren. Siehe da: Mein Knie war stabil und ich konnte meine ganze Kraft auf das Pedal bringen. Anhand der gemachten Messungen wurde das sofort belegt. Nachdem ich also nun schon die perfekte Position hatte, konnte ich auch noch optional zur Verbesserung der Effektivität Einlegesohlen aus Carbon bekommen. Diese sollten das ganze Paket abrunden. Ich möchte keine halben Sachen mehr machen, deshalb sagte ich zu und bekomme nun für einen zusätzlichen Obolus noch ein paar Einlagen. Nach mehr als 3 Stunden war ich dann aber auch mehr als zufrieden. Ich kann Britta und Lloyd nur weiter empfehlen. Die Sache ist mit 195 Euro nicht ganz billig, aber ich denke, das ist es wert. Erst recht, weil man dort als Kunde wirklich wie ein König behandelt wird. Ich freue mich, dass ich nun voller Zuversicht in die letzten sieben Wochen der Vorbereitung (für den Ironman Arizona, am 22.11., Anm. d. Red.) starten kann und endlich richtig auf dem Bike sitze. Das zwar viel aufrechter, aber nicht langsamer und entspannter. Letzteres kommt mir dann sicher auch beim Laufen wieder zugute.
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